BEKOlut® SLE SUPPORTED LIQUID EXTRACTION-PRODUKTE

Sample Preparation – in one go

Supported Liquid Extraction

Unsere SLE 96-Well-Platten und -Säulen wurden speziell für die unkomplizierte und zuverlässige Extraktion von Analyten aus Körperflüssigkeiten wie Blut, Serum, Urin, Magensaft entwickelt. Für die Extraktion von Probenvolumina von 200 µL bis 50 mL stehen diverse Säulen- und Plattenformate zur Verfügung. Die Methodenentwicklung ist einfach, auch weil keine Proteinfällung notwendig ist.  Die Wiederfindung von Analyten ist hoch, und die Probenextrakte aus Blut, Serum und Plasma sind frei von störenden Proteinen und Phospholipiden.

DIE EIGENSCHAFTEN – KURZ UND BÜNDIG

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Die SLE ist eine schnelle Methode zur Probenvorbereitung. Im Gegensatz zur Festphasenextraktion brauchen die Säulen nicht konditioniert werden, sondern werden direkt trocken eingesetzt.

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Die Auswahl der Kartuschengröße erfolgt immer nach dem jeweiligen aufzugebenden Probenvolumen.

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Im Gegensatz zur Flüssig-Flüssig-Extraktion tritt keine Emulsionsbildung auf, welche die Extraktionsausbeute beeinträchtigt.

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Im Vergleich zur Flüssig-Flüssig-Extraktion wird nur einmal und zwar quantitativ extrahiert, so dass Zeit und Lösemittel gespart werden. Zudem ist die Extraktreinheit höher.

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Extrakte müssen nicht mehr getrocknet werden. Vor der weiteren Analyse ist nur ein Einengen bzw. Lösemittelwechsel notwendig.

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Smarte Automatisierungsoptionen für 96-Well Platten und Säulen sind verfügbar.

DAS VERFAHREN UND SEINE VARIANTEN

Das Prinzip der „solid-supported“ Flüssigkeitsextraktion (SLE) ist analog zur herkömmlichen Flüssig-Flüssig-Extraktion (LLE). Es werden dieselben mit Wasser nicht mischbaren Lösemittel und -mischungen eingesetzt. Es genügt aber eine einmalige Extraktion „auf der Kartusche“, um mit der LLE vergleichbare Wiederfindungen zu erzielen. Dabei wird die Probelösung auf einer inerten, weitporigen Diatomeenerde als dünner Film gleichmäßig immobilisiert. Nach einer Wartezeit von 5-10 Minuten, die der Gleichgewichtseinstellung dient, fließt der organische Eluent durch die Poren des Trägermaterials und extrahiert die Analyten in die organischen Phase. Je besser der Analyt im organischen Lösemittel löslich ist und je schlechter in Wasser, umso höher ist die Extraktionsausbeute.

Die Probenvorbereitung mit BEKOlut® SLE-Säulen und 96-Well-Platten erfolgt im Wesentlichen unter hydrostatischem Druck (Schwerkraft), wobei ein Startimpuls mit Vakuum oder Überdruck durchaus sinnvoll sein kann, um die Probe gleichmäßig auf die trockene Säule/Platte aufzugeben oder um nach der Elution das Lösemittel maximal zurückzugewinnen. Dabei gelangen sowohl manuelle als auch automatisierte, Vakuum- oder Drucksysteme zum Einsatz.

Die für die SLE speziell prozessierte Diatomeenerde zeigt im wässrigen Milieu einen pH von 9-10. D.h. saure Analyten müssen in der Probe stärker sauer eingestellt, während bei basischen Analyten auf eine pH-Einstellung verzichtet werden kann.

Ein weiterer Vorteil für die Bioanalytik: Protein- und phospholipidfreie Extrakte. In den bei der LLE und SLE angewandten, eher lipophilen Extraktionslösemittel sind Proteine, polare (Phospho)lipide und Salze nur sehr schlecht löslich bis unlöslich und werden somit weitgehend vom Extrakt ausgeschlossen. Das bedeutet, dass die anfallenden Extrakte frei von störenden Proteinen und Phospholipiden sind.

Im Gegensatz zu SPE, bei der im Allgemeinen nur ein Aliquot der Probe auf die konditionierte SPE-Säule aufgegeben wird, wird bei der SLE das gesamte Probevolumen auf das trockene Kartuschenbett aufgegeben. Daher ist es unabdingbar, eine Säule mit ausreichender Volumenkapazität zu verwenden. Nach der Equilibrierung (nach ca. 5-10 min) ist es gerade bei Verwendung von alkolhaltigen Eluenten sinnvoll, einige Milimeter Reserve am unteren Ende der Kartusche zu haben, so dass die wässrige Probenlösung bei der Elution nicht „durchbricht“.

Das aufzugebende Probevolumen ist auf der Kartusche aufgedruckt, z.B. SLE 1 ist für die Aufgabe von 1 mL wässrigen Probevolumens geeignet. Eluiert wird mit dem 2-3-fachen des Probevolumens. Einen Überblick über maximale Proben- und Elutionsvolumina gibt Tabelle 1.

Die Selektivität der Extraktion wird durch die Löslichkeit der Analyten in der organischen Phase bestimmt. Typische Lösemittel sind: Diethylether, tert-Butylmethylether, Essigsäureethylester, n-Hexan, Cyclohexan,Toluol, Dichlormethan,Trichlormethan.

Beispielsweise werden die folgenden Lösemittelgemische mit einem kleinen polaren Anteil für weniger unpolare Analyten verwendet. Die zusammengesetzten Mischungen mit Alkoholanteilen dürfen mit Wasser nicht mischbar sein.

Diethylether – Ethanol (80:20, v/v)
Dichlormethan – 2-Propanol (85:15, v/v)

Für rein wässrige Proben wie Blut, Serum, Plasma ist Dichlormethan-2-Propanol (85:15, v/v) ein ideales Elutionslösemittel.

Tabelle 1: Maximale Proben- und notwendige Elutionsvolumina für BEKOlut® SLEProdukte

Volumenkapazität Maximales Probevolumen Elutionsvolumen
200 µL 96-well Platte 200 µL 1 x 1 mL
400 µL 96-well Platte 400 µL 2 x 900 µL
1 mL Säule 1 mL 2 x 2,5 mL
2 mL Säule 2 mL 2 x 5 mL
5 mL Säule 5 mL 3 x 8 mL
10 mL Säule 10 mL 2 x 20 mL
20 mL Säule 20 mL 2 x 40 mL
50 mL Säule 50 mL 2 x 60 mL